Besucher bisher:

Alexander Spindler, Klasse 9b

Frage: Kommen viele Kinder unserer Schule zu Ihnen?
Antwort: Für die Zeit, die ich an der Schule bin sind es genügend. Es werden von Jahr zu Jahr immer mehr. Dabei ist jede Altersgruppe vertreten.
Frage: Welche Formen/Arten der Familienhilfe gibt es eigentlich?
Antwort: Da ist zunächst die behördliche Hilfe, also das Jugendamt. Dann gibt es aber auch noch die Schulsozialarbeiter, aber auch die Streetworker, es gibt aber auch noch die „Hilfen zur Erziehung“ z.B. Wohngruppen, Tagesgruppen etc..
Frage: Ist das Arbeiten mit Familien schwer?
Antwort: Es ist sehr viel Arbeit. Man sieht Ergebnisse, wenn man genauer hinschaut. Es dauert meist eine Weile bis Veränderungen sichtbar zu erkennen sind.
Frage: Wodurch geraten Familien eigentlich in Not?
Antwort: Zum Beispiel durch Geldprobleme. Aber auch innerhalb der Familien gibt es oft Konfliktpotential. Frage: Kann man Familien mit Problemen in Gruppen einteilen?
Antwort: Nein, jede Familie ist speziell und somit auch deren Probleme.



„soziale“ Statistik der Stadt Chemnitz (Stand 2008)
Einwohner: 241493 Menschen
Altersgruppe 0 – 20 Jahre: 36732 laufende Hilfen im sozialen Bereich: 732

Alisa Richter, Klasse 9b

Frage: Welche Aufgaben haben Sie an unserer Schule?
Antwort: Ich beschäftige mich mit den Schülern, die Probleme mit Freunden oder ihren Familien haben. Ich spreche mit ihnen darüber und versuche, so gut es geht zu helfen. Die Kinder können mich auch ansprechen, wenn sie Probleme mit Lehrern haben. Aber es können auch ganz andere Sachen sein, wie die Teilnahme an Ausflügen oder die Organisation von Veranstaltungen. Also im Großen und Ganzen bin ich eine Ansprechperson für alle Schüler.
Frage: Gab es auch schon Probleme, wo Sie das Jugendamt einschalten mussten?
Antwort: Ja, wenn das Wohl des Kindes nicht mehr sicher ist. Klassenlehrer und Familien werden mit einbezogen und es wird ein „Plan“ für alle weiteren Schritte gemacht.
Frage: Haben Sie es bereut diesen Beruf erlernt zu haben?
Antwort: Nein, auf keinen Fall. Es macht mir so viel Freude, mit Menschen zu arbeiten und ihnen helfen zu können. Es ist der Beruf, den ich schon immer machen wollte.

Nadine Kublik, Klasse 9b

Frage: Kommen mehr die Lehrer oder mehr die Schüler zu Ihnen?
Antwort: Es kommen beide in gleicher Zahl zu mir. Es kommt immer darauf an, was vorgefallen ist.
Frage: Was halten Sie von den heutigen Familiensituationen?
Antwort: Familien stehen heute vor anderen Herausforderungen als früher. Probleme gab es schon immer, nur sind es heute vielleicht andere als früher.
Frage: Was machen Sie als Sozialarbeiterin?
Antwort: Ich biete viel an und gehe auf die Fragen der Schüler ein. Bei Wunsch begleite ich Klassen bei Ausflüge mit. Ich versuche den Schülern in den verschiedensten Situationen Hilfe zu geben.

Lisa Hartmann, Klasse 9b

Frage: Warum sind Sie Sozialarbeiterin geworden?
Antwort: Ich wollte schon immer mit Menschen zusammenarbeiten und ihnen helfen. Weil die Arbeit sehr Abwechslungsreich ist, man „sieht“ jeden Tag etwas neues.
Frage: Was muss man machen, um nach dem Schulabschluss Sozialarbeiterin zu werden?
Antwort: Ich habe das Abitur gemacht und anschließend 4 Jahre studiert. Das Studium habe ich mit einem Diplom abgeschlossen.
Frage: Ist Ihre Arbeit schwer?
Antwort: Das kann ich gar nicht so ohne Weiteres einschätzen.

Nadine Teloka, Klasse 9b

Frage: Wodurch können Familien in Not geraten?
Antwort: Zum Beispiel bei finanziellen Problemen oder bei Erziehungsproblemen.
Frage: Was können Kinder in diesen Fällen eigentlich selbst tun?
Antwort: Sie könne zu Anlaufstellen gehen, um Hilfe zu bekommen.
Frage: Helfen Sie bei Bewerbungen?
Antwort: Ja, beim Schreiben und bei der Ausbildungsplatzsuche.

Steve Gantz, Klasse 9b

Frage: Welche Hilfen gibt es?
Antwort: Für Erwachsene – Altenhilfe, Obdachlosenhilfe, Hilfe bei Arbeitslosigkeit; Für Jugendliche – Streetworker, Hilfe bei Bewerbungen, das Jugendamt, Schulsozialarbeit. Das sind nur einige unserer/meiner Hilfsangebote.
Frage: Was sind Gründe für Probleme?
Antwort: Das ist sehr unterschiedlich, z. B. Finanzielle Not, Arbeitslosigkeit, Armut, nicht erfüllte Wünsche, Probleme mit Kindern

Tom Otto, Klasse 9b

Frage: Was tun Sie, wenn es in einer Familie Probleme gibt?
Antwort: Wenn es ganz schlimm ist, würde ich das Jugendamt einschalten.
Frage: Wenn es aber so schlimm ist, das selbst das Jugendamt fast nichts mehr tun kann, würden Sie da die Polizei einschalten?
Antwort: Das kommt auf den Einzelfall an. Da müsste ich immer erst die Betroffenen fragen, ob sie damit einverstanden sind. Ein Beispiel: Wenn einer sehr stark gemobbt wird, würde ich ihn stark machen, damit er selbst zur Polizei geht. Ich schalte die Polizei in der Regel nicht ein, das kam noch nie vor.
Frage: Gibt es oft Konflikte zwischen Ihnen und dem Jugendamt?
Antwort: Das kann mal vorkommen. Die Mitarbeiter im Jugendamt haben eine große Verantwortung für viele Familien zu tragen. Die Zusammenarbeit ist gut.
Frage: Würden Sie, wenn ein Schüler zu Ihnen kommt und sie fragt, ob Sie ihm bei der Arbeitssuche helfen, ihm dabei helfen?
Antwort: Ich würde ihm Tipps geben, wo er sich bewerben könnte und auch bei verschiedenen Unternehmen nachfragen, ob es Möglichkeiten für eine Ausbildung gibt.
Frage: Vermitteln Sie auch zwischen den „Parteien“ bei einem Streit?
Antwort: Wenn ein Teil oder beide Seiten das wollen, auf jeden Fall.
Frage: Wo ist Ihr Hauptarbeitsplatz?
Antwort: Zu fünfzig Prozent in der Schule und die anderen fünfzig Prozent in der Stadtmission Chemnitz in der Beratungsarbeit beim „jungen Wohnen“.


Interview mit Frau Claus, Datum: 13.04.2010
Im Rahmen des WTH-Unterrichts haben wir über das Thema „Familie“ gesprochen.
Nicht immer läuft in den Familien das Zusammenleben harmonisch ab. Deshalb wollten wir bei dem Thema:“Institutionelle Hilfen für Familien in Not“ mit einem Experten sprechen. Da kamen wir auf die Idee unsere Schulsozialarbeiterin einzuladen und mit ihr ein Interview durchzuführen.