Besucher bisher:


Partner bei der Berufsorientierung:

zurück zum "Archiv 2006"

Das Ensemble

Der Boxkampf

Theater, Theater,...

Auch Lehrer müssen lernen und sich bilden, zumindest fortbilden. Schüler wünschen sich dies nicht nur vor großen Arbeiten und Prüfungen, es ist tatsächlich so. Nun gibt es neben fachspezifischen Veranstaltungen auch Lehrgänge für Pädagogik oder Psychologie oder aber etwas ausgefallenere Themengebiete wie die der Theaterkunst.
Alljährlich laden die Theater Chemnitz interessierte Lehrer hinter die Kulissen des Schauspielhauses, der Oper oder des Figurentheaters. Dort erfahren sie von den neuesten Produktionen, kommen mit Schauspielern oder den Vertretern der Gewerke ins Gespräch oder können bei Proben anwesend sein. Ein ganz wichtiges Detail ist aber, dass die Lehrer selbst zu Darstellern werden. In jedem Jahr steht ein anderes Stück auf dem Plan, was dann in kleinen Szenen einstudiert werden soll.
Dabei ist viel Kreativität gefordert, denn ohne Vorankündigung und in kürzester Zeit in eine andere Figur zu schlüpfen, ist gar nicht so einfach. Lustig ist es auch zu beobachten, dass einige Lehrer, die tagtäglich von ihren Schülern Höchstleistungen verlangen, plötzlich bei solchen Übungen kneifen und angst haben, sich zu blamieren. Denn eines muss noch erwähnt werden – präsentiert wird öffentlich, auf richtiger Bühne und mit Publikum!

Frau Pflugbeil
Zum Glück gibt es an unserer Schule ja keine Angsthasen, Frau Jänner und ich sind immerhin sehr tatkräftig aufeinander zugegangen. Nun müssen die Bilder aber sicherlich etwas kommentiert werden. In Ermangelung darstellender Männer mussten eben Frauen die Rollen der männlichen Parts übernehmen, soweit zur Besetzung. Auf dem Plan stand „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist, ein Dichter, der an der Mittelschule nicht unbedingt bei jedem Deutschlehrer auf dem Plan steht. Gymnasiasten kennen da schon eher etwas, wenn auch den Stoff von „Prinz Friedrich von Homburg“ oder „Michael Kohlhaas“.
Ruprecht und Ewe (Jänner /Pflugbeil) lieben sich, wollen heiraten, aber die Pflicht des Soldaten kommt dazwischen. Evchen möchte ihren Liebsten vorm Militär bewahren, begibt sich in eine schwierige Situation und Ruprecht wird eifersüchtig. Das Ganze könnte schnell aufgeklärt werden, wenn nicht die lieben Mitmenschen sensationsgierig, schadenfroh, egozentrisch aber auch sehr dumm wären. Und bei alledem spielt ein Krug eine wichtige Rolle.

(Heike Pflugbeil)

Frau Jänner
zurück zum "Archiv 2006"